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Instandhaltungsarten

Die DIN EN 13306 unterscheidet drei Instandhaltungsarten. Vorbeugende Arbeit kommt vor einem Ausfall, korrektive nach einem Fehler, und die Verbesserung macht die Maschine besser.

Die drei Arten stehen nicht gleichrangig nebeneinander. Die vorbeugende Instandhaltung hat drei eigene Formen, und die vorausschauende Instandhaltung ist eine davon, keine vierte Art. Wörter wie Wartung oder reaktive Instandhaltung sind gar keine Arten.

Welche Instandhaltungsarten gibt es?

  • Instandhaltung
    • Vorbeugendvor einem Ausfall
      • Vorausbestimmtfestes Intervall, ohne Prüfung
      • Zustandsorientiertwenn eine Prüfung Verschleiß zeigt
        • Voraussagendwenn eine Vorhersage Verschleiß zeigt
    • Korrektivnach einem Fehler
      • Sofortbeginnt sofort
      • Aufgeschobenwartet nach einer festen Regel
    • Verbesserungmacht die Maschine besser
Unsere Darstellung nach DIN EN 13306:2018-02, Anhang A.

Vier Fragen ordnen jeden Auftrag ein:

  1. Macht der Auftrag die Maschine zuverlässiger, sicherer oder leichter instand zu halten? Dann ist er eine Verbesserung.
  2. Kommt der Auftrag vor einem Ausfall oder nach einem Fehler? Davor ist er vorbeugend, die Norm sagt „präventiv“. Danach ist er korrektiv.
  3. Bei vorbeugender Arbeit: Prüfen Sie die Maschine vorher? Ohne Prüfung ist der Auftrag vorausbestimmt. Entscheidet eine Prüfung, ist er zustandsorientiert. Entscheidet eine Vorhersage, ist er voraussagend.
  4. Bei korrektiver Arbeit: Muss der Auftrag sofort beginnen? Wenn ja, ist es sofortige korrektive Instandhaltung. Erlaubt eine Regel das Warten, ist es aufgeschobene.

Ist vorausschauende Instandhaltung eine eigene Art?

Nein. Die Norm nennt sie „voraussagende Instandhaltung“. Sie ist zustandsorientierte Arbeit mit einer Vorhersage. Ein Alarm an einem festen Grenzwert ist zustandsorientiert, aber nicht voraussagend. Voraussagend wird die Arbeit erst, wenn ein Trend zeigt, wann ein Teil seine Grenze erreicht.

Was bedeuten Wartung, reaktiv und Run-to-Failure?

Diese Wörter stehen nicht in der DIN EN 13306. So passen sie zu den Arten der Norm:

Sie hören Gemeint ist Nicht gemeint ist
Wartung Eine der vier Grundmaßnahmen: Wartung, Inspektion, Instandsetzung, Verbesserung. Sie sagen, was jemand tut, nicht wann. Die gesamte Instandhaltung
Reaktive Instandhaltung, „Feuerwehrstrategie“ Sofortige korrektive Arbeit nach einem Ausfall, den niemand eingeplant hat Eine eigene Art
Run-to-Failure Die schriftliche Entscheidung, an einer Maschine nur korrektiv zu arbeiten Vernachlässigung
Zeitabhängige Instandhaltung Vorausbestimmte Instandhaltung Eine Prüfung des Zustands

Welche Art passt zu welcher Maschine?

Wählen Sie die Art für jede Weise, auf die eine Maschine ausfallen kann, und schreiben Sie die Wahl auf. Wir empfehlen das wegen zweier Prinzipien des Instandhaltungs-Manifests: „Das Ziel ist Kapazitätssicherung“ und „Die beste Reparatur ist die, die nie nötig wird“.

Quellen

  • DIN EN 13306:2018-02, Instandhaltung: Begriffe der Instandhaltung, DIN, 2018. Abschnitte 7.1 bis 7.4, 7.6, 7.9 bis 7.11 und Anhang A, Bild A.1. Diese Seite erklärt die Norm in eigenen Worten; maßgeblich ist die Norm. Bei DIN Media kaufen.
  • Karl Liebstückel, Instandhaltung mit SAP S/4HANA, 6. Auflage, SAP PRESS, 2023, Kapitel 1.2 (vier Grundmaßnahmen) und 1.3 („Feuerwehrstrategie“, zeitabhängige Instandhaltung).
  • Das Instandhaltungs-Manifest, 2025, Prinzipien 2 und 3.