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Instandhaltung

Instandhaltung umfasst alle technischen, administrativen und leitenden Arbeiten, die Maschinen funktionsfähig halten. Ziel ist die Kapazität des Werks.

Die DIN EN 13306 rechnet das gesamte Leben der Maschine dazu, nicht nur die Zeit nach einem Ausfall. Die gesunde Maschine ist dabei kein Ziel an sich.

Was ist Instandhaltung?

Die DIN EN 13306 beschränkt die Instandhaltung nicht auf den Menschen mit dem Schraubenschlüssel. Die technische Arbeit hat zwei Seiten: den Zustand der Maschine beobachten und beurteilen, etwa bei Inspektion und Diagnose, und aktiv eingreifen, etwa bei der Instandsetzung. Dazu kommen die administrative Arbeit, etwa Planung und Dokumentation, und die Steuerung durch das Management.

Die Instandsetzung ist also ein Teil der Instandhaltung, kein anderes Wort dafür. Wer nur repariert, macht die zweite Hälfte und lässt die erste aus. Auch ein Eintrag, der die Ursache eines Ausfalls festhält, damit die nächste Schicht sie schnell findet, ist Instandhaltung.

Wozu dient Instandhaltung?

Die Norm nennt mehrere Ziele, denen die Instandhaltung dienen kann, darunter Verfügbarkeit, Kosten, Produktqualität und Sicherheit. Ein Werk kann nicht alles gleichzeitig maximieren, also muss jemand die Ziele gewichten. Den Weg, auf dem das Management die gewählten Ziele erreicht, nennt die Norm Instandhaltungsstrategie. Beispiele sind die Fremdvergabe und die Verteilung der Ressourcen.

Wir empfehlen, bei der Kapazität anzufangen, die Ihr Werk braucht. Welche Maschinen müssen laufen, wie viele Stunden, und was kostet eine Stunde Stillstand? Ordnen Sie die Maschinen dann nach Kritikalität, und setzen Sie die Stunden Ihrer Techniker dort ein. Das ist Prinzip 2 des Instandhaltungs-Manifests: „Das Ziel ist Kapazitätssicherung.“ Man erhält Anlagen nicht um ihrer selbst willen, sondern für die Funktion, die sie dem Unternehmen liefern.

Ist Wartung dasselbe wie Instandhaltung?

Nein. Instandhaltung ist das ganze Feld. Wartung ist eine von vier Grundmaßnahmen der DIN 31051: Inspektion, Wartung, Instandsetzung und Verbesserung. Die Wartung bremst den Verschleiß, zum Beispiel durch Schmieren, Reinigen, Nachstellen und Auswechseln.

In unserer Erfahrung sagen viele „Wartung“ und meinen die gesamte Instandhaltung. Die DIN EN 13306 führt „Wartung“ nicht als Begriff. Am nächsten kommt die Routine-Instandhaltung: einfache vorbeugende Arbeiten, die sich regelmäßig wiederholen. Diese Seite schreibt „Instandhaltung“ für das ganze Feld und „Wartung“ nur für die eine Grundmaßnahme. Wie die vier Grundmaßnahmen zu den Arten der Norm passen, steht auf der Seite Instandhaltungsarten.

Welche Arten der Instandhaltung gibt es?

Die DIN EN 13306 kennt drei Arten. Die vorbeugende Instandhaltung kommt vor einem Ausfall. Die korrektive Instandhaltung kommt nach einem Fehler. Die Verbesserung macht die Maschine zuverlässiger, sicherer oder leichter instand zu halten. Die vorausschauende Instandhaltung heißt in der Norm „voraussagend“. Sie ist keine vierte Art, sondern vorbeugende Arbeit, die eine Vorhersage auslöst.

Welche Kennzahlen gibt es?

Die Kennzahlen haben eigene Glossarseiten: MTTR, MTBF, Verfügbarkeit und OEE.

Quellen

  • DIN EN 13306:2018-02, Instandhaltung: Begriffe der Instandhaltung, DIN, 2018. Abschnitte 2.1 (Anmerkung 1), 2.3 (Anmerkung 1), 2.4, 7.1 bis 7.4, 7.6, 7.9 und 8.5. Diese Seite erklärt die Norm in eigenen Worten; maßgeblich ist die Norm. Bei DIN Media kaufen.
  • Karl Liebstückel, Instandhaltung mit SAP S/4HANA, 6. Auflage, SAP PRESS, 2023, Kapitel 1.2 (vier Grundmaßnahmen der DIN 31051).
  • Das Instandhaltungs-Manifest, 2025, Prinzip 2.